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Rheinhessenmeisterschaften 2017: Franjo Matic und Tessa Kunkel gewinnen

Montag, 05. Juni 2017

Neue Namen für die Siegerlisten: Bei den rheinhessischen Tennismeisterschaften der Damen und Herren 2017 standen nach drei unterhaltsamen Tennistagen und zwei spannenden Finals neue Leute ganz oben. In einer Neuauflage des Vorjahresendspiels schnappte sich diesmal Tessa Kunkel (Tennisclub Mainz) gegen ihre Vereinskollegin Melanie Großeastroth den Titel bei den Damen. In der Herrenkonkurrenz feierte Franjo Matic (TC Gensingen) nach einem Erfolg über Martin Olszowy (TSC Mainz) seinen ersten Rheinhessenmeister-Titel. Neuer Titelträger der Herren 30 ist Roland Hamm vom TC Stdecken-Elsheim.

Herrliches Tenniswetter, packende Matches, strahlende Sieger: Die Meisterschaften des TV Rheinhessen 2017 erlebten auf der attraktiven Anlage des DJK Tennisverein Mainzer Sand - zum fünften Mal in Folge Ausrichter der Rheinhessenmeisterschaften – auf und neben den 13 Plätzen beste Bedingungen für einen stimmungsvollen Finaltag. Drei Tage lang hatten die aktuell besten Spielerinnen und Spieler sich wieder sehenswerte Ballwechsel geliefert. Mit Martin Olszowy und Franjo Matic waren die Nummer drei und vier der Setzliste bis ins Herrenendspiel eingezogen. Matic freute sich nach einem 4:6, 6:1, 10:5 über seinen ersten Titelgewinn. Beide Finalisten hatten sich in ihren Halbfinals jeweils souverän durchgesetzt, Olszowy per 6:0, 6:2-Sieg über Jelle Ackermann (TC Gensingen), der zuvor den topgesetzten, gut aufspielenden aber mit seinen 13 Jahren in der Herrenkonkurrenz noch sehr jungen Mika Lipp (TSC Mainz) ausgeschaltet hatte. Matic gewann gegen den an Zwei gesetzten Felix Tripp (TSC Mainz) 6:3, 6:0 – und zeigte, wie er später selbst meinte, hier sein bestes Spiel.

Auch im Endspiel schien Franjo Matic zunächst Vorteile zu haben. Mit seinen teils spektakulären Schlägen und schnörkellosen Winnern holte sich der Verbandsligaspieler des TC Gensingen eine 4:2-Führung. Doch plötzlich war jede Sicherheit weg, die Fehler häuften sich und Olszowy witterte seine Chance. Ruckzuck ging der erste Satz an den TSC-Mann. „Der Gegner war in dieser Phase direkt da, das hat er gut ausgenutzt“, so Matic. „Aber zum Glück habe ich mich wieder gefangen.“  Und wie: Jetzt saßen die Schüsse – angeführt von seinem einhändigen Rückhand-Strahl – wieder, schnell ging der 26-Jährige 4:1 in Führung. Olszowy haderte mit seinen Fehlern und konnte nicht mehr kontern. Matchtiebreak. Matic blieb stabil und legte sofort vor. Mit 10:5 machte Franjo Matic den Titelgewinn perfekt. Bei den Hallenmeisterschaften hatte sich der Gensinger im Finale noch seinem Teamkollegen Marco Lauderbach geschlagen geben müssen, diesmal stand er ganz oben. „Matchtiebreak ist immer auch ein bisschen Glück. Aber es war ein gutes Spiel, es hat Spaß gemacht“, sagte Matic. Überhaupt war der Turniersieger zufrieden, war der ehemalige Schott-Spieler doch zurückhaltend in die Meisterschaften gestartet. „Ich wollte mich in den ersten Runden reinspielen und dann schauen was geht.“ Es ging einiges.

Melanie Großeastroth und Tessa Kunkel dürften hingegen im Damenfeld nach 2016 – damals noch Überraschungsfinalistinnen - auch in diesem Jahr wieder den Endspieleinzug im Blick gehabt haben. Größere Zweifel ließen die Nummer zwei und drei Setzliste daran zumindest zunächst nicht aufkommen. Titelverteidigerin Großeastroth zog mühelos durch die Runden und stand nach einem 6:2, 6:0 über Alicia Taubert (TC Boehringer Ingelheim) erneut im Finale. Dafür musste Kunkel bei ihrem 3:6, 6:2, 10:4 über die an Eins gesetzte Mitfavoritin Franziska Ahrend (TSC Mainz) im Halbfinale deutlich mehr arbeiten. Ahrend hatte stark begonnen und mit schnellem Spiel die Gegnerin unter Druck gesetzt. Doch Kunkel stellte sich darauf ein, packte all ihre Erfahrung aus, brachte die Bälle lang und sicher zurück und schraubte so Ahrends Fehlerquote in die Höhe.  

Taktische Überraschungsmomente gab es im Endspiel dagegen weniger. Kunkel und Großeastroth kennen sich auf dem Tennisplatz seit Jahren, trainieren nahezu täglich zusammen und sind sowohl beim Tennisclub Mainz als auch in Westfalen beim FC Stukenbrock in der Verbandsliga Teamkolleginnen.  Diesmal lag Kunkel beim 3:6, 6:2, 14:12 knapp vorne. Richtig bewusst war der neuen Rheinhessenmeisterin nicht, dass sie für diesen Titel sechs Matchbälle gebraucht hat. Letztlich aber zählten nicht die liegen gelassenen Chancen, sondern dass Kunkel sich nach dem Vizeplatz im Vorjahr diesmal ganz oben platzierte. Wie so häufig zwischen den beiden Teamkolleginnen hatte sich ein enges Match entwickelt (Großeastroth: „Unsere Spiele sind auch im Training hart umkämpft. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass wir im Turnier mal zwei Sätze gegeneinander gespielt haben“), zunächst leistete sich die Titelverteidigerin weniger Fehler und brachte die Bälle sicher zurück, im zweiten Durchgang dominierte Kunkel. Im Matchtiebreak war alles offen. Bis Kunkel beim 14:12 zugriff.  Galt diese Endspielkonstellation 2016 noch als Überraschung, wusste die Konkurrenz in diesem Jahr um die Stärke der erfahrenen DTB-Ranglistenspielerinnen. Tessa Kunkel und Melanie Großeastroth kommen gerne zu den Rheinhessenmeisterschaften. „Das ist ein tolles Turnier“, lobte Kunkel. „Super Atmosphäre, super Anlage, top organisiert. Das macht richtig Spaß.“

In der Herren 30-Konkurrenz standen mit Roland Hamm (TC Stadecken-Elsheim) und Titelverteidiger Christopher Jung (TV Alzey) nicht nur die beiden Topgesetzten sondern auch die Meister der beiden Vorjahre im Finale. In einem ausgeglichenen Match freute sich Hamm – Rheinhessenmeister der Herren 30 von 2015 - nach seinem 6:3, 2:6, 10:5-Sieg gegen Vorjahressieger Jung über den erneuten Titelgewinn. Hamm drehte damit das Ergebnis aus dem vergangenen Jahr um, als er sich im Halbfinale dem späteren Rheinhessenmeister Jung im Matchtiebreak hatte geschlagen geben müssen.

Alle Ergebnisse zu den Tennis-Rheinhessenmeisterschaften 2017 gibt's unter Aktiven und Herren 30.

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