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Rheinhessenmeisterschaften 2018

Dienstag, 22. Mai 2018

Generationenduelle in den Finals

MOMBACH. Zwei Finals, zweimal das Duell Jung gegen Alt, Fitness gegen Erfahrung - und zweimal setzten sich bei den Tennis-Rheinhessenmeisterschaften die Youngster durch. Mika Lipp vom TSC Mainz und Martina Markov vom TC Boehringer Ingelheim krönten sich zum wohl jüngsten Siegerpaar.

Zwischen Lipp (Jahrgang 2003) und Finalgegner Marco Lauderbach (Jahrgang 1982) lagen 21 Jahre. Und auf dem Platz war das auch zu spüren - allerdings anders als man es zunächst vielleicht gedacht hätte. Dem 14-jährigen Lipp, mit Abstand der jüngste Starter im starken Herrenfeld, war der Respekt vor seinem in seiner Karriere so erfolgreichen Kontrahenten vom TC Gensingen zwar durchaus anzumerken. Lauderbach war aber einfach zu platt, um mit dem sicheren Spiel des TSClers mithalten zu können. Dem Routinier steckte vor allem der kräfteraubende Halbfinale gegen Lipps Vereinskameraden Martin Olszowy in den Knochen. Dort setzte sich Lauderbach 10:8 im Matchtiebreak durch - und musste im Endspiel die Rechnung zahlen.

"Ich habe versucht, mein Spiel zu spielen und wenige Fehler zu machen", sagte Lipp. Gar nicht einfach, da Lauderbach - um die Ballwechsel kurz zu halten - eine Menge riskierte. Ein Spielrhythmus kam da nicht auf. Aber Lipp blieb cool. Nach seinem Zweitrunden-Aus im vergangenen Jahr feierte er den überraschenden Titelgewinn. "Ich habe nicht unbedingt damit gerechnet, weil das Feld so stark besetzt war", sagte er nach dem 6:3, 6:1 Finalsieg. "Aber ich habe durchgehend stark gespielt." Seinen Trainer Babak Momeni hat der Erfolg nur bedingt überrascht. "Mika hat im Winter sehr hart an sich gearbeitet und ist der fitteste Spieler in unserem Verein", sagte Momeni. "Das zahlt sich dann aus." Und so stellte Mika Lipp fest: Als Jüngster ganz oben zu stehen, "ist schon eine geile Erfahrung".

Auch für Martina Markov. Das Talent vom TC Boehringer Ingelheim war ebenfalls die jüngste Starterin im Feld. Mit Jahrgang 2004 trennten sie und Finalgegnerin Nina Stepp vom TC Bürgerweide Worms (Jahrgang 1980) 24 Jahre. Das Besondere an diesem Duell: Markov und Stepp waren als ungesetzte Spielerinnen ins Rennen gegangen. Markov setzte sich erst gegen Annalisa Schänzle vom TSC Mainz (Nummer vier der Setzliste) und dann gegen Franziska Ahrend vom TC Boehringer (Nummer eins der Setzliste durch). Stepp schnappte sich in der unteren Hälfte des Feldes erst die an zwei eingestufte Tessa Kunkel vom TC Mainz und danach die an Position drei gesetzte Melanie Großeastroth vom TC Mainz - jeweils klar in zwei Sätzen.

Umso ausgeglichener war dafür das Finale. Markov und Stepp lieferten sich in einem unterhaltsamen Match lange und sehenswerte Ballwechsel. Während Stepp mit brettharten Grundschlägen glänzte, war Markov flink unterwegs und hielt dagegen. Besonders gut in den entscheidenden Situationen der beiden Sätze. So setzte sie sich 7:6, 6:3 durch und kletterte ganz oben auf das Treppchen - als Jüngste.

Die Frage zwischen Jung und Alt stellt sich bei den Herren 30 nur bedingt. Spannend und sehenswert ging es dort trotzdem zu. Vor allem im Halbfinale zwischen Roland Hamm vom TC Stadecken-Elsheim und Alexander Iymien vom TV 1817 Mainz. Am Ende hatte Hamm hauchdünn im Matchtiebreak die Nase vorne und nahm den Rückenwind mit ins Endspiel. Im Duell der beiden Topgesetzten schlug er Dirk Hoffmann vom TC RW Worms 7:6, 6:0.

Alle Ergebnisse unter www.mybigpoint.de

Bericht: Dennis Rink

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