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Tennisverband Rheinhessen  

Zwei klare Finals und ein ganz enges

Luis Meinert, Joshua Steeneveld, Tom Meinert und Sophia Buchhorn holen die Titel bei den rheinhessischen Jugend-Hallenmeisterschaften.

U12 männlich

Mainz. Der eine Bruder gewann das erste Finale, das der U12. Der andere Bruder setzte sich im letzten Endspiel bei der U16 durch. Und um ein Haar wäre in der Tennishalle der DJK TV Mainzer Sand aus der Familiensache ein Vereinsevent geworden. Doch nachdem Luis Meinert sich den Titel des rheinhessischen Hallenmeisters mit einem 6:2, 6:2 gegen den Gensinger Vincent Volz gesichert und Tom Meinert mit 6:1, 6:0 gegen Finley Klein (Bürgerweide Worms) die Oberhand behalten hatte, verhinderte Joshua Steeneveld vom Ingelheimer TC einen Durchmarsch des TSV Schott Mainz.

In einem jederzeit spannenden U-14-Endspiel auf hohem Niveau der U14 schlug das Talent des Ingelheimer TC, als Nummer drei ins Turnier gegangen, den an zweiter Position gesetzten Zachary Lahmar mit 7:6, 7:6. „Ein tolles Match“, kommentierte der als Oberschiedsrichter fungierende Bastian Meinert das lange währende Duell. „Joshua war in den entscheidenden Situationen ein bisschen konsequenter.“

Favoriten behalten die Oberhand

In den Finals der beiden weiteren Konkurrenzen der männlichen Jugend standen sich jeweils die an den Positionen eins und zwei gesetzten Spieler gegenüber, beide Male behielten die favorisierten Jungs die Oberhand. Luis Meinert gab in all seinen drei Matches zusammen lediglich sieben Spiele ab, Vincent Volz hingegen musste einen regelrechten Marathon absolvieren, um bis zum Schluss dabei zu sein. Mit 6:1, 1:6, 16:14 endete sein Viertelfinalduell mit Liam Morath (TSC Mainz), der Schottler Felix Gill zwang ihn ebenfalls in den Matchtiebreak (7:6, 3:6, 10:6).

Luis Meinert ließ dem Gensinger keine Chance. „Ich dachte zwar, dass ich das Finale gewinnen kann, aber dass es so gut läuft, hatte ich nicht erwartet“, sagte der junge Mainzer. Mitentscheidend für seinen glatten Erfolg sei gewesen, „dass ich die Bälle besser weggespielt habe, wenn ich nach vorne gegangen bin“ – so, wie den Matchball, den er mit einem gefühlvollen Vorhandstopp kurz hinterm Netz platzierte.

Härter, präziser, variabler

Für ihn wie für seinen älteren Bruder galt, dass sie ihren Konkurrenten nicht nur in Sachen Schlaghärte und Präzision überlegen waren, sondern auch variantenreicher agierten. So streute auch Tom Meinert immer wieder Stopps ein, gegen die Finley Klein kein Mittel fand. Da erging es ihm nicht besser als Meinerts vorherigen Gegnern Oskar Schaumann (Blau-Weiß Mainz) und Andre Littleton (TSC Mainz), die ohne beziehungsweise mit einem gewonnenen Spiel aus den Matches hervorgegangen waren.

Nicht wirklich gefordert worden zu sein, störte weder die Sieger noch ihren Vater und Trainer. „Klar könnten die Jungs an einem solchen Wochenende auch Turniere spielen, die ihnen für die Rangliste mehr bringen“, sagte Bastian Meinert. „Aber wenn der Verband eine Meisterschaft veranstaltet, sollte die im Vordergrund stehen. Dabei geht es auch ums Prestige.“

Mädchen spielen im Jede-gegen-jede-Modus

Sohn Tom, vorige Saison mit der Zweiten Mannschaft des TSV Schott aus der Rheinhessen- in die Verbandsliga aufgestiegen, schnuppert langsam in den Erwachsenenbereich hinein, hat bei ersten Herrenturnieren auch schon Runden gewonnen. „Und die Medenrunde eine Klasse höher als voriges Jahr wird sicher auch eine gute Erfahrung und ihn weiterbringen.“ 

Bevor es aber nach Ostern beim vereinseigenen Early-Bird-Turnier auf Sand geht, sollen die Jungs noch das eine oder andere Hallenturnier absolvieren. „In Hessen gibt es eine schöne Turnierlandschaft, dafür wohnt man in Mainz strategisch günstig.“

Im U-13-Wettbewerb der Mädchen ermittelten die fünf Teilnehmerinnen ihre Gewinnerin im Jede-gegen-jede-Modus. Die Kräfteverhältnisse schälten sich schnell heraus, in allen Matches fiel die Entscheidung nach zwei Sätzen – und die favorisierte Sophia Buchhorn vom TC Nieder-Olm verließ den Court viermal als Siegerin. Ihr knappstes Match bestritt sie gegen Charlotta Roll (TSC), das sie mit 6:1 und 6:4 für sich entschied.

Peter H. Eisenhuth

U 16 männlich
U 14 männlich
U13 weiblich